12er-Englisch-LKs erleben "1984" in der Kulturfabrik Koblenz

01. April 2025

Am Mittwoch, den 12.03.2025, besuchten die insgesamt vier Englisch-Leistungskurse der Jahrgangsstufe 12 zusammen mit ihren jeweiligen Lehrkräften die Kulturfabrik in Koblenz. Gespielt wurde eine Adaption des dystopischen Klassikers "1984" von George Orwell.
Das deutschlandweit renommierte Kleinkunsttheater erweckte schon allein durch seine ausgefallene Herberge, in Form einer alten Industrieanlage, die Verwunderung der Teilnehmenden. Es wurde schnell klar, dass man sich hier nicht auf das elitäre Ambiente des konventionellen Theaters einstellen sollte.
Diese Erwartungshaltung würde sich als richtig erweisen. Bei "1984" handelt es sich eigentlich um einen Roman, weswegen es beinahe einer Meisterleistung gleichkommt, jenen in ein logisches sowie auch unterhaltsames Stück umzuformen.
"1984" erzählt anhand des Einzelschicksals eines scheinbar gewöhnlichen Mannes die Natur eines Kontroll- und Überwachungsstaats, in welchem die Obrigkeit aktiv die Bevölkerung unterjocht, Gegebenheiten, die angesichts nationaler sowie internationaler Entwicklungen und Tendenzen nicht vollständig abwegig wirken. "1984" ist seit seiner Erscheinung ein universelles Mahnmal, welches einem stets vor Augen führt, wie wichtig es ist, dass wir mit Geist und Herz für unsere Demokratie und die Freiheit des Individuums einstehen müssen.
Diese Botschaft konnten die Beteiligten anschaulich vermitteln. Es wurde merklich, dass die beteiligten Akteure ihr Handwerk beherrschen. Das Schauspiel, welches in englischer Originalsprache aufgeführt wurde, wusste besonders durch die simple Aufmachung zu überzeugen. Sämtliche Schauspielende spielten Doppelrollen, und trotz oder gerade wegen der eingeschränkten Requisiten konnte das Originalwerk in seiner ganzen bedrückenden Wirkung erfasst und wiedergegeben werden.
Auch das wiederholte Einbeziehen des Schülerpublikums, etwa durch direkte Ansprachen, führte zu einer mitreißenden Darbietungsweise.
So erwies sich der gesamte Besuch als eine gelungene Erfahrung. Nicht nur wurde das Publikum gut unterhalten, viel wichtiger wurden bei den meisten auch Denkprozesse und Überlegungen eingeleitet. Denkprozesse, welche notwendig sind, um Freiheit und Frieden zu erhalten.

Mael Meuer, E LK1

Mehr Informationen zur Aufführung gibt es auf der Seite der American Drama Group Europe

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