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Schule fürs Leben

  • 06 März 2018 |

20180302 schule fuers leben (8)Im Rahmen der 150-Jahrfeier des Mons-Tabor- Gymnasiums waren am Freitag, dem 2.3. ehemalige Schülerinnen und Schüler eingeladen, von ihren Erlebnissen und Erfahrungen zu berichten, die ihre Zeit an dieser Schule geprägt haben.

Dass die Gäste 40 Jahre Abitur repräsentierten und aus den unterschiedlichsten Berufen kamen, hatte einen besonderen Reiz, und daraus ergaben sich sehr interessante und auch unterhaltsame Beiträge.
20180302 schule fuers leben (2)So wusste Dr. Hans-Joachim Höhn, Professor für Theologie aus der Schule von 1975 ebenso zu berichten wie von seiner Arbeit mit den Studentinnen und Studenten. Ein bleibender Eindruck aus seiner Schulzeit war, dass sein Jahrgang mit über 40 Kindern (in einer Klasse!) angefangen habe, von denen weniger als die Hälfte dann Abitur machten.
Ganz nah an diesem Umfeld war der jüngste Teilnehmer, Carl Witzel der 2015 Abitur gemacht hat und nun an der Hochschule für Wirtschaft und Management (WHU) in Vallendar studiert.
Ebenfalls an der WHU hat Dr. Matthias Winkenbach (Abi 2005) studiert. Er ist Direktor am Massachusetts Institut of Technology und untersucht Lösungen für Logistik-Probleme in Großstädten und - er ist für diesen Abend extra aus Boston „eingeflogen“.
Mit Katharina Meder (Abi 2005), die über Skype aus Nairobi zugeschaltet wurde, ergab sich ein weiterer internationaler Kontakt. Bei ihrer wichtigen Arbeit für die GIZ (Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit) betreut sie im Rahmen der Entwicklungshilfe Projekte in Kenia.
Sicher ein ganz besonderer Gast dieses Abends war Dr. Dominikus Schwaderlapp, Weihbischof im Erzbistum Köln. Bei der Beschreibung seiner vielfältigen Aufgabenbereiche nennt er vor allem den Kontakt zu jungen Menschen, der ihm wichtig ist. 20180302 schule fuers leben (7)
Aus zwei ganz unterschiedlichen Bereichen konnten Deborah Schamuhn (Abi 2000) und Heike Röckelein-Wolf (Abi 1982) berichten. Frau Schamuhn hat als Musik-Moderatorin mit anspruchsvollen Sendungen beim SWR ihren Traumberuf gefunden. Mit der Tätigkeit von Frau Röckelein-Wolf erhielt man interessante Einblicke in ihre vielschichtige Arbeit als Abteilungsleiterin bei der Bundesbank in Frankfurt.
Bei diesen sehr unterschiedlichen Lebenswegen und Berufen ergaben sich auf die Frage, welchen Einfluss das Mons-Tabor-Gymnasium auf diesen Weg hatte und was Schulen insgesamt für diese Entwicklung leisten sollten, sehr interessante Denkanstöße. Es wurde deutlich, dass die Zeit am MTG und die Anforderungen vor allem der Oberstufe in vielen Bereichen sehr gute Voraussetzungen geschaffen haben, an Universitäten und bei der Entwicklung beruflicher Qualifikation zu bestehen.
Allgemein wichtig sei für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen unbedingt eine Lehrerpersönlichkeit, die Verständnis zeigt, die Interesse für Inhalte wecken kann, die auch durch besondere Fragen und Ausgaben zum Denken herausfordert. Die prägnante Formulierung „Keiner kann alles, keiner kann nichts“ brachte das auf den Punkt.
20180302 schule fuers leben (3)Ein breites Allgemeinwissen, Sprachen, auch Erkenntnisse aus Fächern, für die man keine Vorliebe hat, wurden als Voraussetzung gesehen, damit man sich den vielfältigen Anforderungen einer globalisierten Welt stellen könne.
Schule könne nicht auf alles vorbereiten, was zur Organisation des Alltags gehört, sie könne aber Strategien und Fähigkeiten vermitteln, diese Probleme eigenständig zu lösen.
So hilfreich eine Unterstützung in Schule und Studium ist, so notwendig sei die eigene Initiative, sich Anforderungen zu stellen.
Der Blick über Lerninhalte hinaus, indem man sich gesellschaftlich engagiert und Gemeinschaft mitgestaltet, wurde als wesentlicher Aspekt einer umfassenden Bildung gesehen.
Der Blick auf die Big Band führte zu einem sehr passenden Fazit: Jeder arbeitet mit seinem Instrument, übt und erlangt Fertigkeiten. Aber erst im Zusammenspiel mit den anderen kann man sich beweisen und etwas Besonderes erreichen.
20180302 schule fuers leben (5)Ein aufmerksames und gespanntes Publikum verfolgte mit Interesse die Gedanken, Empfehlungen und Eindrücke der Gesprächsrunde. Ein besonderes Highlight stellten die beschwingten musikalischen Beiträge der Big Band dar, die Dirigent Elmar Wehmeyer für diesen Abend aus ehemaligen Mitgliedern zusammengestellt hatte. Vielen Dank dafür!!
Dieser besondere Abend hatte, wie auch unser Schulleiter Armin Pleiss betonte, durch die anspruchsvollen Beiträge der Gäste einen besonderen Stellenwert im Rahmen des Festprogramms. Er freute sich, dass Monika Friemel, ehemalige Lehrerin am MTG, Moderatorin der Runde war und souverän durch den Abend führte und dankte abschließend allen Mitwirkenden.

Hier geht's zur Bildergalerie und hier zum Film von der Veranstaltung.

Letzte Änderung am Freitag, 11 Mai 2018 15:08
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