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Schüler des MTG retten Leben

  • 23 Oktober 2017 |

20171023 woche der wiederbelebung 008Im Rahmen der „Woche der Wiederbelebung“ vom 18. bis 24.9.2017 fand erstmals auch ein Projekt im MTG statt.

 

Bei dem Projekt „Schüler des Mons-Tabor-Gymnasiums retten Leben“ wurden alle Schüler der 8. Klassen des Mons-Tabor-Gymnasiums am 19.und 20.9.2017 in den Basismaßnahmen der Wiederbelebung geschult. Das Projekt wurde durchgeführt von Dr. med. G. Lopp, Fachärztin für Anästhesie, und D. Kentnowski, Fachpfleger für Anästhesie.

Zuerst gab Dr. Lopp eine kurze Einführung zum Thema Kreislauf Herzstillstand, korrekter Notruf und Herzdruckmassage. Schnell ging es dann aber an die praktische Umsetzung. Mithilfe von Reanimationspuppen konnten alle anwesenden Schüler die Herzdruckmassage intensiv üben. Damit die Schüler konsequent mit der optimalen Frequenz von ca. 100-120 pro Minute drücken konnten, wurden während des Trainings bekannte und eingängige Pop-Songs eingespielt, die genau diesen Beat haben, so z.B "Highway to Hell" oder "Staying Alive".

Danach gab es wieder eine kurze Anleitung zur Durchführung der Mund-zu-Mund-Beatmung, bevor auch die Beatmung an den Trainingsmodellen geübt wurde.

Zum Abschluss wurde noch die Anwendung eines AEDs (automatischer externer Defibrillator) erklärt und mit Geräten, die von der Firma Stoss-Medica Medizintechnik zur Verfügung gestellt wurden, trainiert. Die Resonanz der teilnehmenden Schüler und Lehrer war sehr positiv. Ausnahmslos alle waren mit großer Begeisterung dabei und die Schüler bemerkten schnell, dass Herzdruckmassage anstrengend ist.

Frau Dr. Lopp erklärt: „Untersuchungen haben gezeigt, dass Schüler ab der 7. Klasse problemlos Erwachsene wiederbeleben können.“ Wichtig sei, Kindern und Jugendlichen schon in der Schule das Thema Reanimation näher zu bringen und sie frühzeitig als kompetente Ersthelfer auszubilden. „Jeder kann in die Situation geraten, Ersthelfer zu sein. Denn: Ein plötzlicher Herzstillstand kann jeden treffen“, betont die Ärztin

Das Projekt wurde finanziell unterstützt von der Volksbank Montabaur-Höhr-Grenzhausen, der MGS Meine-Gesundheit-Services GmbH, der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland und der evm.

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Infokasten "Ein Leben retten. 100 Pro Reanimation
Die bundesweite Woche der Wiederbelebung in Deutschland
 
 Der plötzliche Herztod ist eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Doch die Helferquote beim Herzstillstand im internationalen Vergleich ist alarmierend gering. Dabei sind die Maßnahmen zur Wiederbelebung eines Menschen einfach. Man kann nichts falsch machen. Jeder kann es.
Hier setzt die vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) unterstützte „Woche der Wiederbelebung“ unter dem Motto „Ein Leben retten. 100 Pro Reanimation“ an. Ziel ist es, das Bewusstsein für lebensrettende Fähigkeiten jedes Einzelnen zu schärfen, Hemmschwellen abzubauen und über lebensentscheidende Sofortmaßnahmen zu informieren. Dabei steht die sich leicht zu merkende Botschaft der Reanimation im Vordergrund: „PRÜFEN. RUFEN. DRÜCKEN!“.
Die „Woche der Wiederbelebung“ ist eine Initiative des Berufsverbandes Deutscher Anästhesisten e. V. und der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e. V. in Kooperation mit dem German Resuscitation Council e. V. und der Stiftung Deutsche Anästhesiologie.

(Dr. G. Lopp)

Letzte Änderung am Montag, 23 Oktober 2017 08:01
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