Unser Qualitätsprogramm

Qualitätsprogramm

Das Qualitätsprogramm III orientiert sich in besonderer Weise am Qualitätsprogramm II und an den Ergebnissen der Evaluation dieses Programms. Schwerpunktmäßig werden im Qualitätsprogramm III die begonnenen Aktivitäten fortgeschrieben, teilweise korrigiert, weiter ausgebaut, gesichert und nachhaltig weiterentwickelt

A Selbstverständnis und Ziele

  1. Das Mons-Tabor-Gymnasium ( MTG ) befindet sich in einem dynamischen Prozess, der die Erziehungs- und Unterrichtsarbeit dauerhaft fördert. Das MTG ist in der Lage, Optimierungspotentiale mit Hilfe systematischer Verfahren wie SEIS oder mit Hilfe der AQS zu identifizieren und Verbesserungen im Sinne einer starken Schulgemeinschaft umzusetzen. Im Mittelpunkt der schulischen Arbeit steht die Erziehung der Schülerinnen / Schüler zu selbständigem Lernen und Selbstverantwortung. Sie sollen befähigt werden, am kulturellen und gesellschaftlichen Leben verantwortlich teilzunehmen.
  2. Die Schule erwartet von allen Beteiligten – Eltern, Lehrerinnen / Lehrern und Schülerinnen / Schülern – die Entwicklung und Förderung einer Kultur gegenseitiger Anerkennung, der Toleranz und eines respektvollen Umgangs. In diesem Sinne hat die Schulgemeinschaft ein inhaltliches Leitbild formuliert, das als Basis des schulischen Miteinanders bildet. (Anhang).

Derzeitiger Standort

  1. Das MTG ist ein leistungsorientiertes Gymnasium, das aufgrund seiner Größe ein breit gefächertes Unterrichtsangebot machen kann. Besondere Schwerpunkte liegen in den Bereichen der mathematisch-naturwissenschaftlichen und sprachlichen Fächer. Positive Ergebnisse bei Vergleichstests und Wettbewerben (MARKUS, Mathematik ohne Grenzen, FS-Wettbewerbe) belegen die erfolgreiche fachliche Arbeit. Die Sicherung und der Ausbau fachlicher Standards wird durch die Vermittlung grundlegender Methoden und Fertigkeiten im Rahmen von teilweise mehrtägigen Projekttagen in den Klassen 5, 7, 9 unterstützt. Dies gilt auch für den verantwortlichen Umgang mit den neuen Medien. Daher ist das MTG seit 2009 Projektschule im Landesprojekt „Medienkompetenz macht Schule“. Das 2010 erstellte und verabschiedete Medienkonzept strukturiert die vielfältigen Aktivitäten du bündelt alle schulischen Anstrengungen im Bereich der Medien.
  2. Bereits in der S I bietet das MTG ein breites Angebot im Bereich der Fremdsprachen: · Englisch und Französisch als 1. FS; Englisch, Französisch und Latein als 2. Fremdsprache; · es existiert jeweils ein bilingualer Zug in Englisch bis zum Abitur; · Spanisch, Italienisch und Latein werden fakultativ ab Klasse 9, Spanisch auch als Grundkurs in der Oberstufe angeboten. In der 5. bzw. 6. Klasse und in der 8. Klasse findet für alle Schüler ITG (Informationstechnologische Grundbildung) -Unterricht statt. Die S II kennzeichnet ein breit gefächertes und kontinuierliches Leistungs- und Grundfachangebot. Die Unterrichtsarbeit wird u.a. flankiert von Austauschprogrammen mit Schulen in Frankreich, den USA, in Polen sowie einer Fülle fachbezogener AGs. (s. Anlage?)
  3. Im Bereich der Mathematik und Naturwissenschaften wurde ein weiterer Schwerpunkt (NaWi) für die SI entwickelt, der ab dem Schuljahr 2005/06 realisiert wurde.
  4. Seit mehr als 15 Jahren werden die neuen Schüler/innen der Jahrgangsstufe 5 intensiv von ihren Klassenleitern/ Klassenleiterinnen und einer großen Zahl von Schülerpaten in mehrtägigen Veranstaltungen betreut (Einführungs- und Begegnungstage). Eltern und Lehrer werden verstärkt in den ersten Monaten der Klasse 5 in diese Aktivitäten einbezogen. Für die Jahrgangsstufen 5, 7 und 9 finden regelmäßig pädagogische Konferenzen statt, die die individuelle Förderung genauso im Blick haben, wie die soziale Entwicklung innerhalb der Klassengemeinschaft. Um die Sozialkompetenz einzelner Schülergruppen oder ganzer Klassen zu erhöhen und zu festigen, werden am MTG Kurse zur sogenannten „Konfrontativen Pädagogik“ durchgeführt, die auf der Konzeption von Erwin Germscheid beruhen (Germscheid-Konzept). Eine weitere wichtige Säule für die Entwicklung von Sozialkompetenzen und für ein bewusstes positives Handeln für die Schulgemeinschaft ist die aus Lehrern und Schülern bestehende Streitschlichtergruppe.
  5. Seit dem Schuljahr 2004/05 finden für Schülerinnen/Schüler der Jahrgangsstufe 11 verpflichtende Berufspraktika statt. Darüber hinaus veranstaltet das MTG in jedem zweiten Jahr in Zusammenarbeit mit Arbeitgebern der Region Westerwald und Koblenz Berufsinformationstage und organisiert den Besuch von Informationsveranstaltungen an den Hochschulen in Rheinland-Pfalz.

Aufgaben kurz- und mittelfristig, Defizite

Die erfolgte Selbstevaluierung mit Hilfe des SEIS – Instrumentariums wie auch die externe Evaluation durch die AQS zeigen drei Handlungsfelder auf, denen sich die Schule zeitnah und intensiv widmen müsste:

  1. den Abläufen, Bedingungen und Konsequenzen systeminterner Kommunikation. Kommunikation wird dabei als komplexer Prozess der Verständigung der Akteure in dem System Schule verstanden und schließt alle Gruppen ein.
  2. einem (bisher kaum vorhandenen) Gemeinschaftsgefühl der Schülerinnen und Schüler am MTG
  3. der Förderung und Sicherstellung eines individueller gestalteten Unterrichts, der den immer heterogener werdenden Strukturen der Klassen und Jahrgangsstufen Rechnung trägt.

I. Fachunterricht

Bedeutung der Fachbereiche:
Da die Weiterentwicklung und Optimierung des Unterrichts eine Fülle fachspezifischer Gesichtspunkte berührt, bilden die Fachbereiche die Basis für die Entwicklung des Qualitätsprogramms. Alle Fachbereiche des MTG sind in besonderer Weise aufgefordert, fachspezifische Entwicklungsmöglichkeiten ihres Faches zu überprüfen, als geeignet erscheinende Maßnahmen durchzuführen und in Absprache mit übergeordneten Gremien (siehe V und VI) einen sinnvollen Zeitrahmen sowie Evaluationsmöglichkeiten zu planen. Vorrangige Schwerpunkte der kurzfristigen Entwicklung:

  1. Nicht nur als Folge der Ergebnisse der PISA-Studie und anderer Studien ist die verstärkte Reflexion über Unterricht geboten. Um einen modernen und nachhaltigen Unterricht zu gewährleisten, sollen die einzelnen Fachbereiche verstärkt über die Aufgaben von Unterricht und seiner Gestaltung nachdenken und diskutieren. In besonderer Weise sind die Auseinandersetzung mit den von der KMK (nicht für alle Fächer) verabschiedeten Bildungsstandards von Bedeutung und die Erarbeitung der vom Ministerium geforderten Arbeitspläne. Diese Ergebnisse werden von den Fachbereichen untereinander ausgetauscht und ggf. weiter entwickelt. Hilfestellungen und Koordinierung sind hierbei notwendig (siehe Punkt Fachübergreifendes).
  2. Unterrichtserfolg muss messbar sein, die Kriterien der Leistungsanforderung und - messung müssen angemessen, allgemein verbindlich und transparent sein. Es ist auch weiterhin die Aufgabe der Fachkonferenz, partielle Defizite zu prüfen und zu beheben. Das Thema „Leistungsanforderung“, „Leistungsbeurteilung“ und „Leistungsbewertung“ ist mit dem Bestreben, einen möglichst breiten (auch fachübergreifenden) Konsens zu finden, erneut wesentlicher Schwerpunkt bei dem Bemühen um Verbesserung unterrichtlicher Arbeit.
  3. Im Rahmen der Förderung von Schülerinnen und Schülern wird die Teilnahme an geeigneten Wettbewerben, besonders die Teilnahme an "Jugend forscht" angestrebt. In diesem Zusammenhang sollen die Fachbereiche immer wieder prüfen, welche Wettbewerbe in welchen Jahrgangsstufen geeignet sind, die Unterrichtsarbeit zu ergänzen bzw. zu bereichern. Auch die stärkere Einbindung aktueller Themen in den Unterricht wird von den Fachbereichen thematisiert.
  4. In der Sekundarstufe I steht den Schüler/innen ein ausgedehntes Fremdsprachenangebot und naturwissenschaftliches Angebot zur Verfügung. Ziel ist es, diese Angebote zu erhalten und in gegebenem Maße auszubauen.

II. Fachübergreifendes

Die Vermittlung methodischer Fähigkeiten und das Team- und Kommunikationstraining werden als wichtige Bestandteile unserer Unterrichtsarbeit verstanden Daraus ergeben sich folgende Aufgaben, die sowohl von den Fachbereichen als auch übergeordneten Arbeitsgruppen wahrgenommen werden:

  1. Um die Vermittlung von Methoden-, Team- und Kommunikationskonsequenzen und deren Pflege im Unterricht weiter zu sichern, ist es notwendig, dass sich das Kollegium in diesem Bereich weiter fortbildet. Es ist die Aufgabe der übergeordneten Gremien (siehe V und VI) hierzu Möglichkeiten zu suchen und diese umzusetzen.
  2. Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Sozialkompetenzförderung der Schüler/innen. Hierfür werden verschiedene Maßnahmen durchgeführt, z. B. das Sozialkompetenztraining nach Germscheidt sowie das Streitschlichtungsprogramm.
  3. Die eingeführten pädagogischen Konferenzen müssen weiterhin hinsichtlich Durchführung, Zeitpunkt und Aufgaben überdacht und optimiert werden. In diesem Zusammenhang muss die Binnendifferenzierung weiterhin thematisiert werden.

III. Unterrichtsbegleitende Aufgaben und Angebote

Über den Unterricht hinaus gibt es Aufgaben, die an unserer Schule verbessert werden können:

Vorrangige Schwerpunkte der kurzfristigen Entwicklung

  1. Das Berufspraktikum in der Jahrgangsstufe 11 hat sich bewährt. Form, Inhalt und Einbindung in den Unterricht und andere Berufsinformationsveranstaltungen sollen aktualisiert und weiterentwickelt werden.
  2. Ein wichtiges Ziel ist die Förderung des Kulturlebens an der Schule. Das soll sowohl durch den Ausbau des Kulturforums als auch durch die Pflege der vielfältigen Arbeitsgemeinschaften und Schulpartnerschaften erreicht werden.

Förderung, Aufgaben und Angebote – mittelfristige Entwicklung
Das Mons-Tabor-Gymnasium baut die Binnendifferenzierung aus und legt dabei das Augenmerk sowohl auf die leistungsstarken als auch die -schwachen Schüler/innen.

Das Mons-Tabor-Gymnasium bietet leistungsstarken Schüler/innen eine große Vielfalt an Entfaltungsmöglichkeiten, dazu gehören die Teilnahme an Wettbewerben und Schülerakademien sowie verschiedene individuelle Förderungsmaßnahmen. Sicherlich bietet das Methodentraining gerade lernschwachen Schülerinnen und Schülern eine ansatzweise Unterstützung, doch müssen auch darüber hinaus noch weitere Angebote entwickelt werden. Unterstützung erfolgt bereits u. a. über die Rechtschreib-AG laut LRS-Verordnung.

IV. Zusammenarbeit

Im Schulalltag und besonders im Prozess der Schulentwicklung müssen alle an Schule Beteiligten auch weiterhin wertschätzend zusammenarbeiten. Dies erfordert immer wieder die Einbindung der Schüler/innen und der Eltern bzw. ihrer gewählten Vertreter (SV bzw. SEB). Gerade an einer so großen Schule wie dem Mons-Tabor-Gymnasium ist es elementar, effektive Wege des Informationsaustausches zu suchen und zu pflegen.

V. Koordinierung

Die Vielfalt der Aufgaben erfordert den Einsatz vieler. Diesbezüglich gilt es, die Kräfte zu bündeln und zu koordinieren. Dazu existieren unterschiedliche Ebenen mit unterschiedlichen Aufgaben. Zu beachten ist hierbei, dass alle Ebenen auf gegenseitige Zusammenarbeit und Abstimmung angewiesen sind.

  • Ebene der Fachbereiche
    Die Fachkonferenzen und ihre möglichen Arbeitsgruppen beschäftigen sich mit den fachspezifischen Gesichtspunkten.
  • Ebene der fachübergreifenden Arbeitsgruppen
    Die fachübergreifenden Arbeitsgruppen können die fachübergreifende Aspekte aus der Arbeit der Fachbereiche zusammen- und ggf. fortführen, sie können jedoch auch Themen bearbeiten, die nicht an die Fachbereiche gebunden sind, z. B. Feedbackzirkel, Krisenteam. Ebene der Koordinierungsgruppe
  • Ebene der Koordinierungsgruppe
    Auf der Ebene der Koordinierungsgruppe werden inhaltliche und organisatorische Fragen diskutiert und beantwortet Diese Ebene leistet Koordinierungsaufgaben bezüglich der verschiedenen Projekte und Prozesse und steckt die Rahmenbedingungen ab.

VI. Evaluation

In der Schule wird regelmäßig intern (SEIS, TIMSS, IGLU …) und extern (VERA, AQS, DELF, Oxford-Certificate) evaluiert. -> siehe Orientierungsrahmen Schulqualität S. 24 Die Ergebnisse werden genutzt, um konkrete Schritte zur Verbesserung des Schullebens zu entwickeln und umzusetzen.

Beschluss der Gesamtkonferenz vom 05.10.2010